Renaissancespitzen

Zu den Renaissancespitzen gehören die Flechtspitze und die Reticellaspitze.

 

Flechtspitze

 
Die Flechtspitze ist die erste freie Klöppelspitze, die in der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert entwickelt wurde.
Der Flechter ist das Hauptelement der Zacke, im Flechter sind die Grundelemente (drehen und kreuzen) der Klöppelei enthalten. Die Musterung der Flechtspitze war ausgesprochen geometrisch.
Flurale und figürliche Muster waren noch nicht in der Klöppellei enthalten.
Steif gestärkt und aus weißem Leinenzwirn gearbeitet, dienten sie als graziöser Zackenrand für die hochstehenden und eng plessierten großen Leinenkragen.

Reticellaspitze

 
Die Reticellaspitze ist die typische Renaissancespitze.
Sie war die erste Spitze mit einer zeichnerischen Grundlage.
Typisches Merkmal ist der Formenschlag (neuer Schlag), deshalb die Bezeichnung Formschlagspitze.
Die Musterung ist geometrisch und baut sich konzentrisch vom Mittelpunkt her auf.
Außer dem Formenschlag sind viele Zänkelchen, Sternchen, Flechter, Rosetten und Leinenschlagelemente enthalten.
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