Klassizismus Spitzen

Zu den Klassizismus Spitzen gehören die Valenciennes Spitze, die Mechelner Spitze, Brüssler Spitze und die Duchessespitze.  
 

Valenciennes Spitze

 
Die Valenciennes Spitze wird waagerecht zum Rand gearbeitet.
Die Muster sind im dichten Leinenschlag ausgeführt und mit einem Drehpaar umrandet.
Die Fäden des Leinenschlages laufen parallel und senkrecht zum Rand der Spitze.
Das Alter dieser Technik lässt sich an der Masche erkennen:
um 1650 runde flandrische Masche,
um1700 runde Valenciennesmasche und
um 1830 viereckige - sehr klare
Valenciennesmasche.
 

Mechelner Spitze

 
Typisch für die Mechelner Spitze ist der Cordonnet-Faden, der die Formen umschließt.
Dieser starke Faden wird von einem dünnen Faden eingeschlossen. Ein weiteres Merkmal sind die zahlreichen, sehr feinen Ziernetzpartien. Grundpartien werden im Droschelgrund oder Füllgrund gearbeitet, später ist der Eisgrund der am häufigsten verwendete Grund.
Die Mechelner Spitze hat in der Musterung den gleichen Leinenschlag wie die Valenciennes.
 

Brüsseler Spitze

 
Die naturalistischen Motive bestehen aus einem aufliegenden Bändchen, welches die Umrandung der einzelnen Formen bildet.
Die Formen werden mit Halbschlag oder Leinenschlag ausgefüllt.
Diese sind in der Grundpartie eingebunden.
Die häufigste Grundpartie ist der Wabengrund, auch Droschelgrund genannt, aber auch ein Zusammensetzen der Motive durch Stege war geläufig.
Es fand eine Arbeitsteilung statt, mehrere Klöpplerinnen erarbeiteten einzelne Motive, welche von anderen Klöpplerinnen zu einer Spitze zusammengesetzt wurden. Die Herstellung dieser Spitze war in kurzer Zeit möglich.
 

Duchesse Spitzen -
" Fürstin oder auch Herzogin der Spitze "

 
Ursprünglich war die Duchesse vielleicht mehr als Nadelspitze bekannt und daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit systematisch eine neue Spitzentechnik für das Klöppeln.
Sie vereint verschiedene Spitzentechniken wie zum Beispiel die Mailänder, Mechelner, Brüssler, Ragusa, Valenciennes und auch Idriatechniken.
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