Prinzip der Klöppelspitze

Die Klöppelspitze ist ein vielfädiges Flechtwerk, dessen Verschlingungsarten aus dem Flechten, dem Weben und dem Zwirnen hervorgegangen sind.
Sie entsteht durch ein Mehrfadensystem.
Die verschiedenartigen Verflechtungen und Verdrehungen untereinander nennt man Schläge.
 
Klöppelspitzen werden nach einer Mustervorlage, dem Klöppelbrief auf dem Klöppelkissen gearbeitet.
 
Das Klöppeln besteht aus zwei Bewegungen: Drehen und Kreuzen.
 

Beim Drehen eines Paares wird der rechte Faden über den linken Faden gelegt. Beim Kreuzen, das mit zwei nebeneinanderliegenden Paaren ausgeführt wird, legt man von den inneren Klöppeln den Linken über den Rechten.
 

Wie straff beim Klöppel die Paare beim arbeiten angezogen werden sollten, ist für den Anfänger nicht so leicht einzuschätzen. Hier kann man ein Test machen!

Mit der Kombination der Bewegungen werden Flechter, Grundschläge, Verbindungen, Grundarten und Verzierungen gearbeitet.

Beim Arbeiten mit Klöppeln und Klöppelpaaren entstehen durch das An- oder Zusammenbinden Knoten.

Bevor man eine Klöppelarbeit beginnt ,gibt es einige Vorüberlegungen.


Es gibt drei verschiedene Grundschläge, den:

 
Halbschlag
 
Ganzschlag
 
Leinenschlag
 
Bei den einzelnen Grundschlägen gibt es keine festen Regeln über die Gestaltung der Ecken.
Die Musterung der Ecke kann nach eigenen Vorstellungen gearbeitet werden. Es sollte nur darauf geachtet weden, in einer Arbeit stets für alle Ecken eine einheitliche Musterung zu verwenden.
Beispiele dafür sind:
 
Halbschlagecken
 
Ganzschlagecken
 
Leinenschlagecken
 
Eine Besonderheit der Klöppelspitze sind die neuen Schläge.
Die neuen Schläge können in vielen verschidenen Formen gearbeitet werden. Mit Hilfe eines Führfaden kann mann, durch ein beliebig starkes anziehen, die Form des neuen Schlages beeinflussen.
Als Beispiele folgen der blattformige, viereckige und dreieckige neue Schlag.
 
 
blattförmiger neuer Schlag
 
viereckiger neuer Schlag
 
dreieckiger neuer Schlag
 
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